Sozialkürzungen
FDP-Sozialexperte wirft Käßmann unsachliche Opposition vor

Pascal Kober, FDP
Für ihre Forderung zu kirchlichem Widerstand gegen Sozialkürzungen erfährt die evangelische Theologin Margot Käßmann Kritik aus der FDP-Bundestagsfraktion.
Die ehemalige Landesbischöfin und evangelische Ratsvorsitzende sollte das konstruktive Gespräch mit der Politik suchen, statt eine »in ihrer Pauschalität unsachliche Oppositionshaltung« einzunehmen, sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Pascal Kober in Berlin.
Kober, selbst evangelischer Pfarrer, ergänzte: »Käßmann muss sich fragen lassen, ob es ihr um die Sache oder nicht doch eher um ihre eigene Popularität geht.«
Bei eine Veranstaltung in Gladbeck hatte Käßmann am Montag gesagt: »Als ich von der Streichung erfahren habe, habe ich mich gefragt, ob Hartz-IV-Empfänger weniger Würde als andere Menschen haben.«
Die Kirche dürfe politisch sein und müsse nun ihr Wächteramt wahrnehmen. Käßmann sollte nicht vorschnell urteilen, sondern beachten, dass die Koalition gerade für Kinder von Hartz-IV-Empfängern Verbesserungen auf Basis des Bundesverfassungsgerichtsurteils plane, sagte Kober, der Obmann der Liberalen im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales ist. epd
Dieser Beitrag wurde am 9.6.2010 um 10.12 Uhr veröffentlicht.
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