Kleiner Kreis
Außenminister Westerwelle hat geheiratet

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (48) und sein Lebensgefährte Michael Mronz (43) haben geheiratet.
Wie die »bild«-Zeitung berichtete, gaben sich die beiden am Freitagabend in Bonn das Ja-Wort. Die Trauung habe Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) vorgenommen. Nur die engsten Angehörigen, etwa 20 Gäste, seien dabei gewesen.
Westerwelle lernte Mronz 2003 am Rande des Aachener Reitturniers CHIO kennen. Seitdem sind der FDP-Politiker und der Sport-Manager ein Paar.
Bischof Overbeck: »Homo-Ehe ist moralisch nicht vertretbar«
Der katholische Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hält das deutsche Gesetz zur eingetragenen Partnerschaft für moralisch nicht vertretbar. Trotz seiner Kritik an homosexueller Lebensweise sei es allerdings nicht seine Absicht, »homosexuelle Menschen zu verletzen«, sagte Overbeck der »Frankfurter Rundschau« (Montagausgabe).
Die Kirche müsse weniger auf dogmatischer, moralischer oder rechtlicher Ebene mit den Betroffenen ins Gespräch kommen, als »vielmehr auf Beziehungsebene«.
Zur Hochzeit von Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) mit seinem langjährigen Lebenspartner sagte Overbeck, Westerwelle könne sich nach den Gesetzen der Bundesrepublik »verhalten«.
Die Eintragung homosexueller Lebenspartnerschaften, auch als Homo-Ehe bezeichnet, ist seit 2001 in Deutschland möglich. epd
Dieser Beitrag wurde am 19.9.2010 um 12.58 Uhr veröffentlicht.
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| We-Ha schrieb am 20.09.2010 15:25: Na ich weiss nicht, es hätte dem Amt garantiert keinen Schaden zugefügt, wenn er nun auch noch die drei Jahre abgewartet hätte ... Es wird (gerade zur Zeit soviel wie selten) derart viel über gegenseitige Toleranz der Religionen usw. diskutiert ... und dann haben wir einen etwas anders gelagerten Aussenminister, der unter anderem eben auch in Gegenden mit Religionen muss, wo derartiges als 'abartig' angesehen wird ... |
| Wieland schrieb am 20.09.2010 17:30: Wer auf einem Kreuzzug ist, fürchtet keinen Kollateralschaden. |
| denkglaub schrieb am 22.09.2010 16:59: Warum kann Bischof Overbeck nicht einfach die Klappe halten? Die Position der kath. Kirche ist doch bekannt. Und es ist auch bekannt, dass sie damit Menschen verletzt. Abgesehen davon halte ich die katholische Position für sowohl nicht evangeliengemäß wie auch für nicht bibelgemäß - trotz der einschlägigen Bibelstellen, die mir selbstverständlich bekannt sind. Kernbotschaft der Bibel ist die Liebe Gottes und die Aufforderung zu gegenseitiger Liebe. Wir wissen inzwischen, dass homosexuelle Paare genauso erfüllte Partnerschaften führen können wie heterosexuelle Paare - seit Homosexualität endlich nicht mehr unter Strafe gestellt ist und auch nicht mehr als Krankheit gilt. Wie hat sich Kirche an diesen Menschen versündigt, deren einziges "Vergehen" es war, Liebe zu empfinden. Die Bibelist bekanntermaßen an diversen Stellen widersprüchlich. (Wieviel Tiere nimmt Noah mit in die Arche? Bitte genau nachlesen, vor allem hinsichtlich der reinen Tiere!) Das Kriterium, dass in solchen Fällen die Bibel gibt, ist 1. Kor 13,13: Wenn Glaube und Liebe in Konkurrenz geraten, soll die Liebe und nicht der Glaube den Ausschlag geben. Darum ist es auch richtig, wenn Westerwelle nicht noch drei Jahre wartet. Denn diese Botschaft, dass auch homosexuelle Menschen eine erfüllte Partnerschaft führen und daher selbstverständlich auch heiraten (sich "verpartnern") können, kann nicht früh genug in die Welt getragen werden. An dieser Stelle muss die Botschaft der Toleranz in die Welt getragen werden - sonst wird es irgendwann keinen Punkt mehr geben, an dem wir nicht vor der Intoleranz einknicken. |
| Pirol schrieb am 23.09.2010 16:31: Nun ja, so ist halt die Position der katholischen Kirche. Auch wenn einem das nicht passt. Warum sollte ein katholischer Bischof dann nicht die Position seiner Kirche vertreten dürfen. Man kann sie teilen oder als verletzend empfinden. Aber man muss zur Kenntnis nehmen, dass Bischof Overbeck ganz bestimmt nicht allein mit seiner Position da steht. Auch nicht in der evangelischen Kirche. |
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