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Telefonseelsorge: zwei Millionen Anrufe

Schnelle Hilfe für Menschen in Not

<b>Wenn das Leben</b> über den Kopf wächst: Die Telefonseelsorge bietet eine immer erreichbare »erste Hilfe« für die Seele. Foto: Pressmaster

Wenn das Leben über den Kopf wächst: Die Telefonseelsorge bietet eine immer erreichbare »erste Hilfe« für die Seele. Foto: Pressmaster

Über zwei Millionen Anrufer haben sich im vergangenen Jahr an die Telefonseelsorge gewandt.

Zudem wurden 17.600 Mails und 4.400 Anfragen per Chat beantwortet, wie aus der Jahresbilanz der Organisation hervorgeht. 46.000 Mal suchten Menschen den Kontakt für ein persönliches Gespräch. Mehr als 8.350 Ehrenamtliche und 188 hauptamtlich Mitarbeitende engagierten sich 2010 bei der Telefonseelsorge, die gemeinsam von der evangelischen und katholischen Kirche getragen wird.

Es seien bei weitem nicht nur Suizidgedanken, die Ratsuchende anrufen lassen, sagte Bernd Blömeke, Referent für Telefonseelsorge im Diakonie Bundesverband.

Probleme mit der Partnerin oder dem Partner, Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz, Arbeitsplatzverlust, Sucht, Krankheit, Einsamkeit oder Sinn- und spirituelle Krisen seien häufig Thema.

Seit 55 Jahren bietet die Telefonseelsorge Rat und Unterstützung.

»Die steigende Zahl der Hilfesuchenden und die Vielzahl von schwerwiegenden Themen zeigen, wie wichtig das Beratungsangebot ist«, sagte Blömeke. Anonym per Telefonat, Mail oder Chat schwierige Themen und Erlebnisse aufzuarbeiten, eröffne Menschen einen besonderen Raum der Hilfe und Seelsorge. epd

Dieser Beitrag wurde am 28.7.2011 um 10.27 Uhr veröffentlicht.

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