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Pflegebedürftigen drohen weniger Leistungen

<b>Drei von zehn Pflegebedürftigen</b> werden sich durch die geplante Neuverteilung der Pflegeleistungen mit weniger zufrieden geben müssen, sagt der Finanzwissenschaftler Volker Ulrich. Foto: UK-Archiv

Drei von zehn Pflegebedürftigen werden sich durch die geplante Neuverteilung der Pflegeleistungen mit weniger zufrieden geben müssen, sagt der Finanzwissenschaftler Volker Ulrich. Foto: UK-Archiv

Die geplante Neuverteilung der Pflegeleistungen führt nach einer Untersuchung des Finanzwissenschaftlers Volker Ulrich dazu, dass drei von zehn Pflegebedürftigen weniger Leistungen erhalten.

»Bis zu 30 Prozent der Pflegebedürftigen werden sich schlechter stellen als heute, wenn der Begriff der Pflegebedürftigkeit so geändert wird, wie es der Pflegebeirat vorgeschlagen hat«, sagte Ulrich der »Rheinischen Post«.

Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Pflegeversicherung auf eine bessere Versorgung der Demenzkranken umgestellt und dazu der Begriff der Pflegebedürftigkeit neu gefasst werden.

Der Finanzwissenschaftler der Universität Bayreuth hat nach eigenen Angaben ausgerechnet, dass von den zwei Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland nach der Neudefinition, wie sie der Pflegebeirat vorschlägt, zwischen 250.000 und 800.000 Menschen weniger Leistungen bekämen.

Dagegen würden zwischen 600.000 und 1,6 Millionen Menschen von der Reform profitieren.

Von den Reformverlierern kämen 90 Prozent aus dem ambulanten Bereich. Ulrich nannte dies besonders problematisch angesichts des Umstandes, dass ambulante Pflege vor stationärer Pflege gefördert werden solle. epd

Dieser Beitrag wurde am 28.11.2011 um 09.15 Uhr veröffentlicht.

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