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Müttergenesungswerk beklagt Ablehnungsquoten

»Krankenkassen verhindern Kuren«

<b>Viele Mütter bräuchten dringend eine Kur</b>, meint das Müttergenesungswerk. Krankenkassen lehnen jedoch immer mehr Anträge ab. Foto: Simon Ebel

Viele Mütter bräuchten dringend eine Kur, meint das Müttergenesungswerk. Krankenkassen lehnen jedoch immer mehr Anträge ab. Foto: Simon Ebel

Das Müttergenesungswerk hat die Krankenkassen erneut wegen der steigenden Ablehnungsquoten bei Mütter- und Mutter-Kind-Kuren kritisiert.

Es sei unverständlich, »warum kranke und belastete Mütter so viele Hürden überwinden müssen, wenn sie einen medizinisch attestierten Kurantrag einreichen«, sagte Geschäftsführerin Anne Schilling. Viele Mütter seien krank, klagten vor allem über psychosoziale Belastungen wie Burn-out, Schlafstörungen oder Angstzustände.

Zu ähnlichen Ergebnisse sei auch die Anfang des Monats vorgestellte AOK-Familienstudie gekommen.

Schilling zufolge bestätigt die AOK-Studie die langjährigen Erfahrungen des Müttergenesungswerkes. Auch hier werde Zeitdruck als der stärkste Belastungsfaktor für Mütter genannt. In der Untersuchung hätten fast 20 Prozent der befragten Mütter ihren Gesundheitszustand als »weniger gut« oder »schlecht« bezeichnet.

Laut Jahresbericht des Müttergenesungswerks sind die Ablehnungsquoten bei den Kuranträgen 2009 auf 31 Prozent gestiegen.

2008 lag der Wert bei 27 Prozent. Im ersten Quartal 2010 gab es Belegungsrückgänge in den vom Müttergenesungswerk anerkannten Kureinrichtungen von durchschnittlich 20 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2008.

»Mütter brauchen die Unterstützung der Krankenkassen und nicht Widerspruchsverfahren«, rügte Schilling. epd

Dieser Beitrag wurde am 15.7.2010 um 14.54 Uhr veröffentlicht.

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