Fast ein Drittel mehr Anfragen
Hospiz Stiftung kritisiert Mängel im Gesundheitssystem

Das Gesundheitswesen hat gegenüber den Schwachen »gewaltige Defizite« – meint die Deutsche Hospiz-Stiftung. Foto: Archiv
Die Deutsche Hospiz Stiftung hat im vergangenen Jahr fast ein Drittel mehr Anfragen verzeichnet als im Jahr zuvor.
Diese Entwicklung zeige die große Unsicherheit der Menschen bei der Versorgung Schwerstkranker, erklärte der geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation, Eugen Brysch. Das Gesundheitswesen habe in der Pflege und medizinischen Versorgung »der Schwächsten unserer Gesellschaft gewaltige Defizite.«
Im vergangenen Jahr leistete die Patientenschutzorganisation nach eigenen Angaben rund 24.600 Mal Hilfe, 2008 gab es 18.900 Anfragen. Auch die Zugriffe auf die Homepage seien um rund 32 Prozent angestiegen.
Mit 7.800 Beratungen habe vor allem das Thema Patientenverfügung im Mittelpunkt gestanden. Dazu hat nach Einschätzung der Organisation auch die Debatte um das Patientenverfügungsgesetz beigetragen.
»Den Menschen brennen alle Fragen, die den Patientenschutz für Schwerstkranke und Sterbende betreffen, stärker und stärker unter den Nägeln«, erklärte Brysch. Vor allem fürchteten sich die Menschen vor schlechter und die Würde verletzender Pflege. epd
Dieser Beitrag wurde am 15.1.2010 um 23.55 Uhr veröffentlicht.
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