Evangelisches Krankenhaus
Gesundheitsamt beanstandet Hygiene

Nicht nur sauber, sondern rein? – Das Gesundheitsamt hat in einigen Stationen des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld Hygieneprobleme moniert. Foto: Alterfalter
Das Gesundheitsamt hat auf einigen Stationen des Evangelischen Krankenhauses in Bielefeld (EvKB) unzureichende Hygiene moniert.
Bei der Überprüfung von zwei Stationen in der vergangenen Woche habe es »Kritikpunkte am Hygienemanagement in Bezug auf den Norovirusausbruch wie auch an der Sauberkeit der Zimmer gegeben«, erklärte das Gesundheitsamt am Dienstag in Bielefeld. Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel als Hauptbetreiber teilten mit, dass die beanstandeten Mängel bereits überwiegend beseitigt worden seien.
Das Gesundheitsamt bemängelte vor allem, dass in einigen Spendern ein nicht Norovirus-wirksames Desinfektionsmittel gewesen war.
Gerade in der kühlen Jahreszeit müsse jedoch verstärkt mit dieser Virus-Erkrankung gerechnet werden.
Wie Bethel-Sprecher Jens Garlichs dem epd sagte, seien inzwischen im ganzen Krankenhaus die empfohlenen Desinfektionsmittel im Einsatz.
Bei dem als unsauber eingestuften Zimmer sei eine Flasche auf dem Fußboden umgekippt und der Inhalt noch nicht weggewischt worden. Vorher sei der Raum am Morgen jedoch regulär gereinigt worden. Der fachliche Austausch mit den Verantwortlichen sei noch nicht abgeschlossen, erklärte das Gesundheitsamt weiter.
Ein Bußgeldtatbestand habe jedoch zu keinem Zeitpunkt vorgelegen.
Bethel stelle derzeit die vom Gesundheitsamt angeforderten Informationen zusammen, sagte Garlichs. Diese bezögen sich auf die Desinfektionsmittel und auf das Zahlenverhältnis Pflege-Patient. »Wir nehmen die Hinweise sehr ernst«, sagte Garlichs.
Das Evangelische Krankenhaus Bielefeld (EvKB) ist mit rund 4.000 Mitarbeitern und 1.500 Betten die bundesweit größte evangelische Klinik.
Pro Jahr werden 50.000 Patienten stationär und ebenso viele ambulant behandelt. Das Großkrankenhaus entstand 2005 aus dem Zusammenschluss von Kliniken Bethels und des Evangelischen Johanneskrankenhauses des Evangelischen Johanneswerks. epd
Dieser Beitrag wurde am 7.12.2011 um 09.25 Uhr veröffentlicht.
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