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Wohlfahrtsverband kritisiert

Geplante Zusatzbeiträge der Kassen sind unsozial

<b>Zusatzbeiträge sind unsozial</b> - meint der Sozialverband VdK. Foto: Birgit Reitz-Hofmann

Zusatzbeiträge sind unsozial - meint der Sozialverband VdK. Foto: Birgit Reitz-Hofmann

Der Sozialverband VdK hat die sich abzeichnenden Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung als unsozial kritisiert.

»Damit verschieben sich die Lasten noch stärker einseitig auf die Arbeitnehmer und Rentner«, sagte Präsidentin Ulrike Mascher. Während Arbeitgeber verschont würden, müssten Menschen mit kleinen Einkommen die Kosten tragen. »Vor allem für viele Rentnerinnen sind acht Euro ein Betrag, der wehtut«, sagte Mascher.

Mehrere Krankenkassen wollen an diesem Montag bekanntgeben, ob sie demnächst einen monatlichen Zusatzbeitrag von ihren Versicherten verlangen werden.

SPD-Gesundheitsexpertin Carola Reimann bezeichnete den Zusatzbeitrag als »kleine Kopfpauschale«, die unabhängig vom Einkommen erhoben werde.

Sie warf Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) vor, dem Ausgabenanstieg im Gesundheitswesen tatenlos zuzuschauen.

»Vom Gesundheitsminister ist kein einziger konkreter Vorschlag für eine Begrenzung der Ausgaben bekannt«, so Reimann. Dem Minister fehle »offenbar der Mut, sich gegen die Pharmaindustrie in Stellung zu bringen«. epd

Dieser Beitrag wurde am 25.1.2010 um 08.31 Uhr veröffentlicht.

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Schallblech schrieb am 25.01.2010 08:46:

Wozu zahlen wir eigentlich noch in die Krankenversicherungen ein? die Leistungen werden immer mehr zusammengestrichen, die Kosten steigen. Es ist ja fast günstiger, den Beitrag privat anzulegen für den Fall des Krankenhausaufenthaltes, und die Arztrechnungen selber zu bezahlen.
Die einzige Alternative zum Totalausstieg (der ja nunmal leider nur Selbständigen und Besserverdienenden erlaubt ist), scheint mir die Zügelung der Pharmaindustrie zu sein. Aber wer legt der Katze die Schelle an?

engelchen84 schrieb am 25.01.2010 14:36:

"Aber wer legt der Katze die Schelle an?"
Im Gegenteil, eventuell vorhandene Schellen werden sogar noch gelockert, indem man Peter Sawicki, den Leiter des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) unter fahdenscheinigen Vorwürfen vor die Tür setzt. Es geht ja auch nicht an, dass der Pharmaindustrie durch seine Entscheidungen Millionengewinne verloren gegangen sind (Auchtung Ironie!). Da muss dann der Gesundheitsminister eingreifen, nicht dass man es sich mit der Pharma-Lobby verdirbt und die nächste Parteispende geringer ausfällt oder gar ausbleibt. Meine Herren, wo soll das denn noch hinführen?

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