Unregelmäßigkeiten eingeräumt
Entlassener Diakonie-Chef wird nicht Geschäftsführer

Joachim von der Osten
Der in der vergangenen Woche entlassene Oldenburger Diakonie-Chef Joachim von der Osten wird nicht Geschäftsführer des Diakoniewerks Osnabrück.
Da es mittlerweile ein Schuldeingeständnis gebe, mache es »keinen Sinn, dass Herr von der Osten seinen Dienst bei uns aufnimmt«, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Professor Erhard Mielenhausen dem epd. Von der Osten sollte zum 1. August die Geschäfte der gemeinnützigen GmbH und ihrer Tochtergesellschaften übernehmen.
In den kommenden Tagen werde es Gespräche über neue Lösungen geben.
Der Oldenburger Diakonie-Sprecher der Frerk Hinrichs bestätigte, dass von der Osten vor einem Notar die gegen ihn erhobenen Vorwürfe schriftlich eingeräumt habe. Dabei handele es sich um Unregelmäßigkeiten, die bei einer internen Revision festgestellt worden seien.
Es gehe um eine Summe von 85.000 Euro.
Die Staatsanwaltschaft wurde bereits eingeschaltet. Eine wirtschaftliche Sonderprüfung soll die Vorgänge lückenlos aufklären.
Von der Osten war seit 1983 in diakonischen Einrichtungen tätig und seit neun Jahren kaufmännischer Vorstand des Diakonischen Werkes der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg.
Das Werk ist Träger zahlreicher Einrichtungen der Alten-, Behinderten-, Jugend- sowie Suchtkrankenhilfe und ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen.
Von der Osten ist Mitglied im Vorstand des Niedersächsischen und des Deutschen Evangelischen Verbandes für Altenhilfe und ambulante pflegerische Dienste. epd
Dieser Beitrag wurde am 29.6.2010 um 08.37 Uhr veröffentlicht.
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