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Acht Millionen aus NRW

»Brot für die Welt« sammelt mehr Spenden

<b>Die Hilfsorganisation</b> »Brot für die Welt« hat trotz der Wirtschaftskrise einen Zuwachs an Spenden verzeichnet.

Die Hilfsorganisation »Brot für die Welt« hat trotz der Wirtschaftskrise einen Zuwachs an Spenden verzeichnet.

Entgegen dem Trend bei anderen Hilfsorganisationen stiegen die Spenden an »Brot für die Welt« im vergangenen Jahr trotz der Finanzkrise um 3,3 Millionen Euro auf 54,7 Millionen Euro.

Das entspricht einem Spendenzuwachs von rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aus dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Jahresbericht hervorgeht.

Acht Millionen Euro kamen aus den Landeskirchen im Rheinland, in Westfalen und in Lippe.

Damit sei das Spendenaufkommen in NRW stabil geblieben..

Mit dem Spendenzuwachs in den zurückliegenden zwölf Monaten konnte das Spendenniveau der Jahre 2003 bis 2005 wieder erreicht werden. Die Gesamteinnahmen einschließlich von Zinserträgen, Nachlässen und anderen Zuwendungen betrugen bundesweit 64,7 Millionen Euro.

Die Direktorin des evangelischen Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel, führte das gute Ergebnis auf die breite Berichterstattung über das 50-jährige Bestehen der Hilfsorganisation, aber auch auf das Krisenbewusstsein der Unterstützer zurück.

»Unsere Spender wissen, wenn es uns schlecht geht, dann geht es den Menschen im Süden noch viel schlechter.« Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung rechnet die Direktorin allerdings für das laufende Jahr mit keinen deutlichen Zuwächsen.

Die Finanzkrise hat laut »Brot für die Welt« Entwicklungserfolge von Jahrzehnten zunichtegemacht.

In wenigen Monaten seien 4,1 Billionen US-Dollar vernichtet worden und damit mehr, als weltweit in 50 Jahren an Entwicklungshilfe aufgebracht wurde, sagte Füllkrug-Weitzel. »Die Armen zahlen für eine Party, die anderswo gefeiert wird.«

»Brot für die Welt« unterstützte im vergangenen Jahr mehr als tausend Projekte in Entwicklungsländern.

In Afrika lag den Angaben zufolge der Schwerpunkt auf Ernährungssicherung und Friedensarbeit. In Lateinamerika und Asien wurden vor allem Initiativen gegen die Folgen des Klimawandels gefördert. epd

Dieser Beitrag wurde am 9.6.2010 um 10.21 Uhr veröffentlicht.

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