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Kreditaffäre um Wulff

»Welt« veröffentlicht Fragen und Antworten

In der Kreditaffäre um Bundespräsident Christian Wulff legen die Zeitungen »Welt« und »Welt am Sonntag« einen Teil ihrer Recherchen offen.

Man habe sich entschieden, vom Recht am eigenen Wort Gebrauch zu machen und alle Fragen, die an Bundespräsident Wulff geschickt wurden sowie dessen Antworten darauf, auf der Internetseite »www.welt.de« zu veröffentlichen.

Die Dokumentation zeige, wie karg manche Antworten ausgefallen seien, und dass selbst Antworten auf Nachfragen bis heute vieles im Unklaren ließen, berichtet die »Welt«.

Mehrere Zeitungen hatten am Donnerstag den Anwalt des Bundespräsidenten von seiner Schweigepflicht entbunden, darunter auch die zum Springer-Konzern gehörende »Welt«.

Wulff hatte in seinem Fernsehinterview am 4. Januar gesagt, dass er und seine Anwälte mehr als 400 Fragen zu dem umstrittenen Hauskredit beantwortet hätten.

Er kündigte an, dass seine Anwälte alles ins Internet einstellen würden: »Dann kann jede Bürgerin, jeder Bürger jedes Detail zu diesen Abläufen sehen und bewertet sehen, auch rechtlich.«

Sein Anwalt Gernot Lehr veröffentlichte am folgenden Tag nur eine sechsseitige Zusammenfassung zur Kreditfinanzierung von Wulffs Haus und zu seinen Urlaubsreisen.

Lehr verteidigte sein Vorgehen damit, dass »der im Mandantenauftrag geführte Schriftverkehr und die Gespräche zwischen Anwälten und Dritten« unter die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht fielen.

Eine Veröffentlichung der Journalistenfragen würde »das Recht der jeweils anfragenden Journalistinnen und Journalisten am eigenen Wort und an dem Schutz ihrer Rechercheergebnisse oder -ziele verletzen«.

Unterdessen warf die »Welt« ihrerseits Lehr vor, am 23. Dezember zwei Mails des »Welt«-Redakteurs Jörg Eigendorf vom 21. und 22. Dezember mit aktuellen Fragekatalogen an die »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung« weitergereicht zu haben.

Lehr sagte der »Sonntagszeitung«, es habe sich um eine »bedauerliches Versehen« gehandelt: »Das war nicht im Auftrag meines Mandanten, nicht mit dem Bundespräsidenten abgestimmt.«

Ein »bedauerliches Versehen« oder Irrläufer kann laut »Welt« indes ausgeschlossen werden. Die Übersendung der Mail an das konkurrierende Blatt sei dort vorher wiederholt angekündigt worden, wie die »Welt« aus Redaktionskreisen erfahren habe. epd

Dieser Beitrag wurde am 13.1.2012 um 07.26 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
Schallblech schrieb am 13.01.2012 15:33:

Ich hab mir ne neue Jacke gekauft. Da perlt ALLES ab.


Naja, ist schließlich auch von Wulffskin!

Glybyrne schrieb am 13.01.2012 15:59:

uuuuuuuuuuuu ... ist der schlecht ... ich mein gut ...

gumma schrieb am 19.01.2012 08:46:

Schallblech, pass nur auf, dass die Firma mit der Ta*tze dich nicht verklagt ... ;-)

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