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»Bremen bellt«

Tierschützer kritisieren internationale Rassehundeschau

<b>Bremen bellt</b> heißt die am Wochenende in der Weserstadt stattfindenden Internationale Rassehundeschau. Foto: Carola Schubbel

Bremen bellt heißt die am Wochenende in der Weserstadt stattfindenden Internationale Rassehundeschau. Foto: Carola Schubbel

Vertreter der Tierschutzorganisation PETA Deutschland haben die bevorstehende internationale Rassehundeausstellung »Bremen bellt« als »Rassenwahn« kritisiert.

Die Zuchtlobby wolle den perfekten Hund erschaffen und sorge ständig für Nachschub, obwohl Tausende Vierbeiner in deutschen Tierheimen säßen, sagte am Mittwoch die PETA-Kampagnenleiterin Nadja Kutscher. Zu der Schau am Wochenende werden rund 5.000 Hunde aus 248 Rassen im Messezentrum der Hansestadt erwartet.

Jährlich landeten mehr als 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen, mahnte Kutscher.

Nur weil manche Hunde ein bestimmtes von Züchtern verbreitetes Schönheitsideal nicht erfüllten, warteten sie dort oft vergeblich auf ein gutes Zuhause. Unzählige würden ausgesetzt oder sogar grausam getötet. »Angesichts dieser Situation brauchen wir nicht mehr, sondern weniger Hunde«, forderte Kutscher.

Hinzu komme, dass zahlreiche Hunderassen unter angezüchteten Gesundheitsproblemen litten.

So hätten Schäferhunde Probleme mit Hüft-Fehlstellungen. Doggen und Dobermänner litten oftmals unter Herzerkrankungen, Labrador- und Golden-Retriever-Hunde erkrankten häufig an Asthma.

Tierfreunde sollten deshalb nicht nur das Äußere eines Hundes sehen, sondern seinen Charakter: »Wer die Möglichkeit hat und bereit ist, einen tierischen Begleiter bei sich aufzunehmen, sollte das örtliche Tierheim aufsuchen.« epd

Dieser Beitrag wurde am 29.7.2010 um 07.42 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
Schallblech schrieb am 29.07.2010 09:59:

"Hinzu komme, dass zahlreiche Hunderassen unter angezüchteten Gesundheitsproblemen litten."

Unsere Nachbarn mußten jetzt ihren Irischen Wolfshund im Alter von einem Jahr einschläfern lassen, weil er an einem Gendefekt in der Nase leidet: Er kann nicht durch die Nase atmen, es ist nicht heil- und nicht behandelbar. Inzwischen haben sie herausbekommen, daß das sehr oft vorkommt bei dieser Rasse. Das ist in Züchterkreisen bekannt, wird aber quasi geheim gehalten - aus wirtschaftlichen Gründen.

Ein ganz anderes Problem ist der "Import" von Straßenhunden aus Südeuropa und Asien. Diese Hunde sind meist traumatisiert - wenn nicht durch ihr Leben auf der Straße, dann spätestens durch die lange Quarantäne. Traumatisierte Hunde sind sehr schwer zu erziehen - das wissen die Menschen, die eigentlich nur ein gutes Werk tun wollen, leider oft nicht. Dadurch kann es leicht zu Agressionen und in der Folge zu schlimmen Unfällen kommen.

Ruckzuck schrieb am 29.07.2010 13:06:

Ich finde Hunde im Grunde toll. Probleme habe ich oft (sehr oft) mit den Hundehaltern. Ich bin für einen "Führerschein" für Hundehalter b e v o r sie sich einen Vierbeiner zulegen.

Schallblech schrieb am 29.07.2010 15:26:

Hier in NRW muß man eine "Sachkundeüberprüfung für Hundehalter gemäß §11 LHundG NRW" ablegen, wenn man einen Hund über einer bestimmten Schulterhöhe hat (weiß ich jetzt nicht genau, so etwa knapp kniehoch). Diese Prüfung ist ganz schön anspruchsvoll, und ich frage mich bei manchen Hundehaltern auch, wie sie das geschafft haben.
Außerdem können auch gerade kleine Hunde ganz schön aggressiv werden, zumal manche Leute meinen, die bräuchten nicht erzogen zu werden.

We-Ha schrieb am 29.07.2010 17:22:

Die Kriterien, die ein Hund erfüllen muss, damit sein 'Führer' (nicht Halter) geprüft wird sind 20/40 ...
Heisst, Schulterhöhe mindestens 40 cm oder Lebendgewicht ab 20 kg.
So anspruchsvoll finde ich die Prüfung an sich nicht, aber die Frage, wie manche Hundeführer (nicht Halter, aber meistens identisch) das geschafft haben, müsste vielleicht in "warum nicht nachgehakt wird" umgemünzt werden.

Vielleicht etwas nebulös, aber präziser möchte ich nicht werden.

Die Auffassung zu den kleinen Hunden finde ich persönlich als punktgenaue Landung.

Pirol schrieb am 30.07.2010 09:14:

Mein Nachbar hat einen kleinen Hund, irgendwas weißes, langhaariges. Im grunde sieht er ganz süß aus. Aber der kläfft und kläfft und kläfft.... den ganzen Tag lang. Da vergisst man doch irgendwann seine Tierliebe.

We-Ha schrieb am 31.07.2010 11:40:

Naja, letzendlich ist nicht der Hund dafür verantwortlich, sondern der Halter/Führer/Trainer.
Hat dann also eher was mit Menschenliebe zu tun.
Wenn der Hund nicht richtig erzogen wird, passiert's halt.

Ein Hund wird immer seine Grenzen austesten, werden die ihm nicht gezeigt oder genügend eng eingegrenzt wird er die komplette Bandbreite auch ausnutzen.

Schallblech schrieb am 31.07.2010 11:51:

So isses.

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