»Problem sind die illegalen Waffen«
Schützenbund gegen Verschärfung des Waffenrechts

Geraten bei Diskussionen um das Waffenrecht auch immer wieder in die Kritik: mit »Farbmarkierern« aufeinander schießende »Gotcha«-Spieler. Foto: Max Tactic
Der Deutsche Schützenbund hat die Debatte um eine Verschärfung des Waffenrechts nach den Anschlägen in Norwegen kritisiert.
»Furchtbare Ereignisse wie in Norwegen, die ja nur einem kranken Hirn entspringen können, kann man mit noch so vielen Verboten nicht in den Griff kriegen«, sagte Vizepräsident Jürgen Kohlheim. Erforderlich sei vielmehr, »dass wir in der Gesellschaft ein Klima schaffen, das wieder die Zuwendung zum Menschen betont«.
Angesichts des großen gesellschaftlichen Engagements der Schützenvereine schmerze es, wenn nach Verboten gerufen werde.
Die fast 2,5 Millionen Schützen seien in der Regel rechtschaffene Bürger, die im Umgang mit den Waffen die erforderliche Sorgfalt anwendeten. »Es lässt sich aber nicht verhindern, dass irgendwo irgendwann möglicherweise jemand etwas vorhat«, sagte der Vizepräsident.
Das Problem seien nicht die legalen Waffen, sondern die illegalen. epd
Dieser Beitrag wurde am 28.7.2011 um 10.16 Uhr veröffentlicht.
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| Matthäus53 schrieb am 03.08.2011 12:34: Das deutsche Waffengesetz ist mit vielen Auflagen für alle Beteiligten versehen, die legale Waffen besitzen. Es bestehen sogar Prüfrechte, diese sind leider so schwammig, dass es strenge sofort greifende Maßnahmen fast nicht gibt. Das Überprüfen von Waffen auf den Schießständen wird fast nur den Schützenbünden überlassen und die behördlichen Prüfer treten in Deutschland fast nur als papiermäßige Verwalter der Waffen auf. In Frankreich darf der Zoll z. B. die Legitimität bei der Jagdausübung prüfen, ähnlich wie bei uns die Geldwäsche. In Deutschland stehen den über 2,5 Mill. Schützen und Waffenbesitzern höchstens 6000 staatl. Prüfer der Städte und Kreise gegenüber die fast nur das Registrieren verwalten. Weil der Waffentransport und das Waffen Führen usw. fast oder garnicht kontrolliert wird können auch so viele illegale Waffen ins Land kommen. Die Überprüfung und Registrierung von Waffen und Munition gehört nicht in die Hand von kommunalen Schrebtischtätern sondern zur Bundespolizei, den Polizeien der Länder oder zum Zoll. Nur in diese Richtung gedacht, kann ein bischen weitere Sicherheit in Sachen WaffG geschaffen werden. |
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