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Missbrauch-Skandal

Personelle Konsequenzen bei Jesuiten

<b>Der Leiter </b>des Aloisius-Kollegs in Bonn ist zurückgetreten.

Der Leiter des Aloisius-Kollegs in Bonn ist zurückgetreten.

Der Skandal um sexuellen Missbrauch an Jesuiten-Schulen in Deutschland hat erste personelle Konsequenzen.

Der Rektor des Bonner Aloisius-Kollegs trat nach einem Bericht der FAZ am Montag mit sofortiger Wirkung zurück. Das habe die Deutsche Provinz der Jesuiten in München mitgeteilt. Der Pater halte diesen Schritt auch wegen der gegen ihn gerichteten Vorwürfe - etwa der Mitwisserschaft - im Interesse einer lückenlosen Aufklärung für angeraten, hieß es.

Der Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten, Stefan Dartmann, habe den Rücktritt angenommen. In den nächsten Tagen werde eine kommissarische Leitung des Kollegs bestellt, so die FAZ weiter.

Seit gut einer Woche waren Missbrauchsfälle von allen drei deutschen Jesuiten-Gymnasien (Canisius-Kolleg Berlin, St. Blasien im Schwarzwald und dem Aloisius-Kolleg Bonn) aus den 70er und 80er Jahren bekannt geworden. Betroffen sind auch eine frühere Jesuitenschule in Hamburg und weitere Einrichtungen.

Später kamen weitere Taten von drei Jesuiten-Patres in Hamburg, Hildesheim, Göttingen, Hannover, im Schwarzwald und in Bonn ans Licht.


Bislang 25 Missbrauchs-Opfer bekannt
Verdacht auch an Jesuiten-Schule in St. Blasien
Patres missbrauchten mindestens sieben Schüler
Jesuitenpater bedauert Judenvergleich

Dieser Beitrag wurde am 9.2.2010 um 08.49 Uhr veröffentlicht.

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