Vom Wohlstand abgeben
»Marshallplan« zur Bewältigung der Europa-Krise

Foto: http://www.wilhelm-schmid.de
Der Philosoph Wilhelm Schmid hat eine »Art Marshallplan« zur Bewältigung der europäischen Krise vorgeschlagen.
Probleme ließen sich heutzutage in Europa »auf materielle Weise« lösen, sagte Schmid am Samstag im Berliner Deutschlandradio Kultur. Gerade die Deutschen hätten etwas von ihrem Wohlstand abzugeben. Generell böte die europäische Krise die Chance, »endlich mehr Europa zu fabrizieren«.
Mit dem Marshallplan halfen die USA nach dem Zweiten Weltkrieg der Bundesrepublik beim Wiederaufbau ihrer Industrie.
»Nun rücken wir mal was davon raus, was wir auf der hohen Kante haben. Und seien nicht kleinlich und agieren mit so einer Art Marshallplan«, fügte Schmid hinzu, der als außerplanmäßiger Professor für Philosophie an der Universität Erfurt lehrt.
Wenn das gelänge, würden andere »sehr dankbar sein« und Dinge, die die Deutschen in der Vergangenheit auf sich geladen hätten, auch eher vergessen, sagte der 1953 geborene Schmid, der durch Bücher zum Thema Glück und Lebenskunst bekannt geworden ist. epd
Dieser Beitrag wurde am 31.12.2011 um 10.33 Uhr veröffentlicht.
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