Auch Schneider hat einen Ausweis
»Gott braucht meine alten Organe nicht«

Ein kleines Papier, das große Hilfe geben kann: Christen sollen sich einen solchen Ausweis besorgen, sagt EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider. Foto: Sven Weber
Der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, hat Christen dazu aufgerufen, sich einen Organspendeausweis zuzulegen.
»Ich glaube, dass Gott meine alten Organe nicht braucht, wenn er mir nach dem Tod ein neues Leben schenkt«, sagte Schneider. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland wies darauf hin, dass er selbst einen solchen Ausweis besitze.
»Ich kann andere nur sehr ermutigen, sich die Frage, ob sie spenden würden oder nicht, ernsthaft zu stellen und zu beantworten«, sagte Schneider.
Derzeit wird in Deutschland über eine Neuregelung von Organspenden debattiert.
Organe dürfen nach dem Hirntod eines Patienten bislang nur dann entnommen werden, wenn der Gestorbene zu Lebzeiten etwa mit einem Spenderausweis ausdrücklich zugestimmt hat.
Dagegen gilt in neun EU-Ländern eine Widerspruchsregelung, nach der Organe nur dann nicht entnommen dürfen, wenn zu Lebzeiten widersprochen wurde.
Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation warten in der Bundesrepublik derzeit rund 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan. epd
Dieser Beitrag wurde am 31.8.2010 um 09.27 Uhr veröffentlicht.
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| We-Ha schrieb am 31.08.2010 15:13: Sich dafür zu entscheiden ist das Eine, sich den Ausweis zu besorgen, das Andere ... |
| Schallblech schrieb am 31.08.2010 16:08: Ich hab einen der allerersten - der muß so ca 30 Jahre alt sein, nach der Adresse, die da ursprünglich draufstand. |
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