Umstrittene Weihnachtswerbung
Evangelische Jugend ruft zu Boykott auf
Wegen der umstrittenen Media Markt-Weihnachtswerbung hat die Evangelische Jugend von Westfalen zu einem Boykott aufgerufen.
Bis zu einem Stopp der Werbung »Weihnachten wird unterm Baum entschieden« solle für die Weihnachtszeit nicht bei Unternehmen der Metro Group eingekauft werden. Mit der Werbekampagne werde das Weihnachtsfest auf ein Konsum-Event reduziert, kritisierte der kirchliche Jugendverband.
Der Jugendverband forderte die Metro Group zudem auf, eine ökologisch nachhaltige Herstellung ihrer Produkte und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu garantieren.
Zu der Metro Group gehören neben Media Markt auch Saturn und Metro. Elektrogeräte würden oftmals unter menschenverachtenden Arbeitsbedingungen produziert, hieß es.
Ebenso werde schonungsloser Ressourcenabbau und Umweltzerstörung billigend in Kauf genommen.
»Mit diesem Verhalten wird kein Frieden in die Welt getragen«, hieß es in einem von der Jugendkammer der westfälischen Kirche beschlossenen Aufruf.
Die Geburt Christi verbreite nicht nur die frohe Botschaft eines ungezügelten Konsums, erklärte die Evangelische Jugend weiter. Weihnachten sei ein zentrales Fest aller Christen und ein Fest des Glaubens.
Die Jugendkammer der Evangelischen Kirche ist das oberste Beschluss fassende Gremium des Jugendverbandes »Evangelische Jugend von Westfalen«. Mitglieder sind die Jugendarbeit der Kirchenkreise und Gemeinden der westfälischen Kirche sowie regionale Jugendverbände des CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) und des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP).
Die Werbekampagne der Elektrohandelskette war bei Vertretern der Kirchen auf Kritik gestoßen.
Die Elektrohandelskette Media Markt mit Sitz in Ingolstadt hatte die Vorwürfe von Kirchen und einzelnen Christen gegen ihren Werbeslogan zurückgewiesen.
Die Kampagne würdige keine religiösen Symbole, Glaubensinhalte oder das christliche Fest zu einem beliebigen Ereignis herab, hatte das Unternehmen erklärt. epd
Dieser Beitrag wurde am 13.12.2011 um 09.19 Uhr veröffentlicht.
| Kein Boykott von REWE |
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Der Boykottaufruf der Evangelischen Jugend in Westfalen wegen der umstrittenen Weihnachtswerbung richtet sich nicht gegen die Supermarktkette REWE. Das stellte der Landesjugendpfarrer der westfälischen Kirche, Udo Bußmann klar. Irrtümlich sei in dem Boykottaufruf auch REWE als Teil der Metro Group genannt worden, erläuterte Bußmann. epd |
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| reinermoysich schrieb am 16.12.2011 03:20: „Friedensfest“ statt Konsum- oder Religionszwang! Beide Weltanschauungen wollen mit Macht dominieren: die materialistische wie die christliche (wenn letztere mit dem üblichen - menschenrechtswidrigen - Absolutheitsanspruch verbunden wird und nicht mit der - menschenrechtskonformen - christlichen Nächstenliebe). Beide Ideologien trennen somit, ja spalten die Bevölkerung. Daher sollte so bald wie möglich das Weihnachtsfest durch ein „Friedensfest“ abgelöst werden, welches die Menschen der verschiedensten (ca. 4000) gleichberechtigten religiösen und nichtreligiösen Weltanschauungen friedvoll verbinden könnte - bei gegenseitigem Respekt vor der jeweils anderen Weltanschauung. Nur bei solch einem weltanschaulich neutralen, sozial positiven Fest könnte Deutschland eine wirkliche „Heimstatt“ für alle(!) Bürgerinnen und Bürger werden, wie es das Bundesverfassungsgericht schon seit vielen Jahren fordert! |
| Schallblech schrieb am 16.12.2011 10:16: Sowas ähnliches hatten wir schonmal - in der "DDR", garniert mit Jahresendflügelfiguren. Nein danke, das brauchen wir wirklich nicht. |
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