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US-Spenden-Initiative

Deutsche Milliardäre lehnen dankend ab

<b>Nein danke</b>: Deutsche Superreiche haben Microsoft-Gründe Bill Gates offenbar einen Korb gegeben.  Foto: Dmitry Sokolov

Nein danke: Deutsche Superreiche haben Microsoft-Gründe Bill Gates offenbar einen Korb gegeben. Foto: Dmitry Sokolov

Microsoft-Gründer Bill Gates hat offenbar vergeblich versucht, auch deutsche Milliardäre für seine Spenden-Initiative zu gewinnen.

Sie haben nach Angaben des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel« bisher ablehnend auf das öffentliche Versprechen von 40 Superreichen reagiert, mindestens die Hälfte ihrer Privatvermögen zu spenden. »Das ist den Leuten zu marktschreierisch«, sagte ein Vermögensverwalter.

Viele Superreiche hätten schon längst deutlich größere Teile ihres Vermögens als jetzt die Amerikaner in gemeinnützige Stiftungen überführt.

Als Beispiele werden SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp und Klaus Tschira aus der SAP-Gründergeneration angeführt.

Der Hamburger Reeder und Multimillionär Peter Krämer kritisierte im »Spiegel« unterdessen die Spendenaktion amerikanischer Milliardäre als höchst problematisch.

Spenden seien in den USA zum großen Teil steuerlich absetzbar.

Also könnten die Reichen wählen, ob sie lieber spenden oder Steuern zahlen wollten. »Die Spender treten an die Stelle des Staates«, sagte Krämer.

Nicht der Staat entscheide dabei, was gut für die Menschen ist, sondern die Reichen bestimmten, wohin das Geld fließe.

Krämer sprach von einem schlechten Transfer »von der Staatsgewalt hin zum Milliardärsgusto«. Der Reeder empfiehlt Wohlhabenden in Deutschland, lieber gemeinsam mit etablierten Organisationen zusammenzuarbeiten und zu spenden.

Er selbst unterstützt etwa UNICEF. epd

Dieser Beitrag wurde am 7.8.2010 um 15.05 Uhr veröffentlicht.

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