Rezept für 2012
Mit Zuversicht ins neue Jahr
Auch zu Beginn des neuen Jahres 2012 ist die Grundstimmung der Deutschen überwiegend pessimistisch.
Laut einer Infratest-Umfrage findet nur gut jeder Dritte, „dass die Verhältnisse in Deutschland derzeit eher Anlass zur Zuversicht“ geben. 58 Prozent der Bundesbürger sehen dagegen „eher Anlass zur Beunruhigung.“ Diese Stimmung ist nicht weiter verwunderlich angesichts der vielen beunruhigenden Nachrichten, die auf die Menschen einprasseln.
Vor allem die Debatte um die Euro-Krise schürt die Sorge um eine ungewisse Zukunft.
Hinzu kommt die Angst vieler Menschen vor Krankheiten und persönlichen Schicksalsschlägen. Allgemein herrscht das Gefühl, Zeitgenosse einer unsicher gewordenen Welt zu sein.
In dieser Stimmungslage ist die Jahreslosung 2012 eine große Ermutigung: „Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“.
In all unseren Schwächen, in den Unsicherheiten und Problemen unserer Zeit, schenkt der Glaube an Jesus Christus Kraft, Mut und Zuversicht. Diese Zuversicht macht gerade auch in ausweglos erscheinenden Lagen stark.
Pessimismus als Lebenshaltung dagegen macht krank.
Die ständige Fixierung auf Negativprognosen - auch in der Kirche - lähmt. Zuversicht aber lässt Menschen aufbrechen, Neues auf den Weg zu bringen, aus Träumen Wirklichkeit werden zu lassen.
Jedes Gemeinwesen lebt davon, dass es genügend Menschen gibt, die Dinge über die äußere Wirklichkeit hinaus sehen.
Ein gutes Rezept fürs neue Jahr ist von Johann Wolfgang Goethes Mutter Catharina-Elisabeth überliefert:
- Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat für ein Jahr reicht.
- Jeder Tag wird einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
- Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.
- Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen.
- Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit und einer guten, erquickenden Tasse Tee.
Wohl bekomm’s!
Wolfgang Riewe
Dieser Beitrag wurde am 6.1.2012 um 00.00 Uhr veröffentlicht.
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