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UK-Leseraktion: Großeltern

Erinnern Sie sich?

<b>Küsschen für die Oma:</b> Viele Erwachsene denken gerne an ihre Kindheit mit oder bei ihren Großeltern zurück. Foto: Photocrew

Küsschen für die Oma: Viele Erwachsene denken gerne an ihre Kindheit mit oder bei ihren Großeltern zurück. Foto: Photocrew

Bei ihnen gibt’s Reibeplätzchen, Blaubeerpfannkuchen oder sogar Cola light. Sie können Fahrräder reparieren, aufgeschürfte Knie verbinden, bei Kummer helfen und wunderbare Geschichten erzählen. Klar, von wem die Rede ist: Von den Omas und Opas.

Die meisten Kinder lieben ihre Großeltern über alles. Warum sie so beliebt sind? Vor allem, weil sie fast immer Zeit für ihre Enkel haben. Weil sie zuhören können und viel Geduld aufbringen. Und weil sie bei manchen Sachen ein Auge zudrücken, die Mama und Papa so nicht durchgehen ließen.

Ich selbst habe nur Großmütter erlebt.

Dafür gleich zwei. Beide Omas wohnten nur vier Treppen weit, im oberen Stock unseres Hauses. Beide waren Witwen. Kriegerwitwen, mit schmaler Rente. Und dennoch beide überaus großzügig. Herzensgut eben.

Wenn meine Mutter einmal wieder Graupensuppe gekocht hatte, die ich nicht ausstehen konnte, lief ich nach Tisch auf leisen Sohlen rauf zur Lieblingsoma.

Die zauberte im Nu Kartoffelpuffer mit Apfelmus auf den Tisch oder einen wunderbar duftenden Bratapfel. Dabei erzählte sie mir von früher, wo alles noch viel besser war.

Gut gesättigt lief ich dann die Treppen wieder runter, holte meinen Tornister, und schon ging’s wieder rauf.

Diesmal zu Oma zwei.

Sie war eine sehr stille, bescheidene Frau. Von schwerer Arbeit und Kummer um den Tod von Mann und Sohn gebeugt. In ihrem Wohnzimmer war es sehr ruhig. Man hörte nur das Ticken der Wanduhr. Und konnte ungestört die Schulaufgaben erledigen.

Beiden Omas verdanke ich sehr viel.

Die eine las uns abends aus „Grimm’s Märchen“ vor oder spielte „Mensch ärgere dich nicht“ mit uns (manchmal schummelte sie dabei).

Die andere konnte besser zuhören und behielt für sich, was man ihr anvertraute.

Sie las Losungen, Bibel, Neukirchener Kalender und „Sonntagsblatt“ und regte mich dadurch später an, es ihr gleichzutun.

Was bedeuten Ihnen Ihre Großeltern? An welche Erlebnisse und Erfahrungen erinnern Sie sich? Schreiben auch Sie uns doch dies einmal auf!

Schicken Sie möglichst Fotos bei, die Sie zusammen mit Ihrer Großmutter oder Ihrem Großvater zeigen.
Falls Sie die Fotos per Post und nicht per Mail schicken, bekommen Sie sie selbstverständlich zurück.

Einige der Geschichten werden wir dann hier auf www.unserekirche.de, in der Print-Ausgabe von UK oder in UK-Thema (die neuen Themenhefte) veröffentlichen.

Unsere Anschrift: Redaktion UNSERE KIRCHE, Cansteinstraße 1, 33647 Bielefeld.
E-Mail: redaktion@unserekirche.de.

Wolfgang Riewe

Dieser Beitrag wurde am 7.10.2011 um 12.58 Uhr veröffentlicht.

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