UK - Unsere Kirche > Startseite
Freitag, 10.02.2012
Sie sind hier: UK  > Blogs > Chefsache > Die Freude wieder finden

Die UK-Weblogs

Chefsache

Viele Wahlurnen bleiben leer

4. Stock, links

Die Wolken und Berlin

Werbung

Werbung

Feste feiern

Die Freude wieder finden

<b>Feiern</b> – wie hier beim Fußball – gehört zum Leben dazu. Foto: MaFiFo

Feiern – wie hier beim Fußball – gehört zum Leben dazu. Foto: MaFiFo

Sommer. Die richtige Zeit, um Feste zu feiern. Gartenfeste, Straßenfeste, Gemeindefeste. Die Zahl der Feste ist unübersehbar. Was wäre das Leben ohne solche Höhepunkte, ohne warme Sommerabende mit Musik und dem Duft von Bratwürsten? Ein ödes Einerlei.

Inzwischen aber scheint es schwieriger geworden zu sein, ein richtiges Fest zu feiern. Hatten Feste früher noch die Nähe zum Arbeitsalltag – etwa als Abschluss der Ernte - so heute oft nur noch, dass eine Menge von Menschen am gleichen Ort zur gleichen Zeit eine Unmenge Bier und Bratwürste konsumieren. Zu wirklicher Begegnung, zu Austausch und Gemeinschaft kommt es häufig nicht.

Auch die Organisation eines Festes im Stadtteil oder der Kirchengemeinde ist kein leichtes Unterfangen mehr.

Sind es doch meist die immer gleichen Frauen und Männer, die sich um Verpflegung und Programm kümmern und anschließend auch noch Kritik einstecken müssen. Viele beteiligen sich an der Vorbereitung nicht – oder melden sich erst in letzter Minute.

Hinzu kommt, dass manche überhöhte Erwartungen an Feste haben.

Für sie muss es immer gleich ein Mega-Event sein. Warum reicht es eigentlich nicht mehr, sonntags nach dem Gottesdienst bei Suppe und anschließendem Kaffeetrinken fröhlich beisammen zu sein - miteinander zu reden, zu singen und zu lachen?

Müssen alle Feste denn gleich spektakulär sein? Mit der Event-Kultur der Freizeitindustrie können Kirchengemeinden ohnehin nicht mithalten.

Den Bedenkenträgern zum Trotz – auf Feste feiern sollten Gemeinden keinesfalls verzichten.

Wir alle brauchen solche Höhepunkte, die uns mit dem Leben wieder versöhnen.

Feste bringen bunte Farbtupfer ins Leben. Sie sind notwendig, um den Alltag zu unterbrechen, den Sumpf des Jammerns zu verlassen und die eigene Freude wiederzufinden.

Feste sind die Befreiung der Gefühle, sie öffnen die Tür zu neuer Zuversicht und Dankbarkeit.

Feste sind eine Einladung, für eine Zeit lang all das zu vergessen, was uns beschwert, und uns auf Gott einzulassen, den Grund unserer Freude.

All die vielen Probleme. die in Kirche und Gesellschaft gewälzt werden, sind schließlich nur ein Teil, nicht aber das ganze Leben.

In entspannter Gemeinschaft, beim Feiern, Singen und Tanzen können wir spüren, wie heilsam Gemeinschaft und Freude für uns sind. Sie tun Körper und Seele gleichermaßen gut.

Im Buch Sirach heißt es: „Herzensfreude ist Leben für den Menschen, und Frohsinn verlängert ihm die Tage…“ (Sirach 30, 22).

Wolfgang Riewe

Dieser Beitrag wurde am 19.7.2010 um 20.34 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
Eigenen Kommentar schreiben
Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare verfassen zu können.
Loggen Sie sich hier ein, falls Sie schon einen Account haben
Melden Sie sich hier kostenlos an
Evangelisch in Westfalen und Lippe
Informationen aus den Kirchenkreisen der EKvW und aus der Lippischen Landeskirche auf den jeweiligen Seiten (klicken Sie auf den gewünschten Bereich).
Karte