Weihnachten
Alle Jahre wieder: Schenken – aber was?
Geben ist eine Gabe. Das Richtige geben eine hohe Kunst. Alle Jahre wieder plagt kurz vor Weihnachten das Problem, die richtigen Geschenke zu finden. Männer ganz besonders.
Womit könnte ich ihr diesmal eine Freude machen? Ich gebe zu: Die Frage nach dem passenden Geschenk treibt auch mir regelmäßig Schweißperlen auf die Stirn, selbst im Dezember. Womit auch könnte ich die Liebste nach so vielen Ehejahren noch überraschen?
Überall droht vermintes Gelände.
In solcher Not hilft ungemein, wenn einem die Angetraute beim abendlichen Spaziergang hier und da vor den Auslagen dezente Hinweise gibt. So kommt kurz vor dem Fest dann noch alles ins Lot. Doch bleibt das Problem: Was ist mit den Geschenken für die erwachsenen Kinder?
Die beiden Töchter sind 33 und 31, der Sohn 28.
Und alle wohnen sie weiter entfernt - in Bonn, Mainz und Holland, so dass man sie nicht mal kurz eben besuchen kann. Welche Wünsche sie haben, sagen sie am Telefon natürlich nicht. Vermutlich wollen sie das elterliche Einfühlungsvermögen testen....
Klar, ein oder zwei Geldscheine, nett verpackt – damit liegen Eltern immer richtig.
Aber was außerdem? Von meiner Großmutter habe ich gelernt, dass man nie nur Geld allein schenkt. Oma gab stets ein paar Socken dazu. Erst die liebevoll gestrickten Socken machten in ihren Augen den Geldumschlag zu einem Geschenk, das diesen Namen verdiente.
Doch Socken sind inzwischen „out“. Von vorgestern.
Deshalb haben wir es in den letzten Jahren mit Schmuck, Schals und Reisetaschen versucht. Leider sahen wir die schönen Dinge nie im Gebrauch. Darum sind wir wieder auf Bücher umgeschwenkt, auf CD’s, DVD’s – einmal sogar auf einen IPod, mit Knopf im Ohr.
Was wir bisher ausgespart haben sind Handy, IPhone oder IPad.
So etwas sollen sie sich, bei Bedarf, doch lieber selber kaufen.
Was bleibt da noch? Die rettende Idee: Ich könnte meine riesige Fotosammlung anzapfen und einen Kalender mit eigenen Bildern gestalten!
Oder besser noch: ein Fotobuch!
Ein Album also mit Bildern aus ihrer Kindheit und Jugend. Es würde die Entwicklung der Kinder zeigen, aber auch all die Menschen ins Blickfeld rücken, die prägend für sie waren.
Gesagt, getan. Neben Album und Umschlag legen wir noch Bücher und Süßigkeiten bei.
Und garnieren das Ganze mit einem Brief. Er enthält noch etwas Wichtiges: Einen „Zeitgutschein“ . Ein Gutschein für ein gemeinsames Wochenende.
Die Hoffnung dabei ist: In der gemeinsamen Zeit mit unseren Kindern und ihren Partnern könnten wir uns wieder näher kommen und neue Seiten aneinander kennenlernen.
Ob die Wahl der Geschenke im nächsten Jahr dann einfacher wird?
Wolfgang Riewe
Dieser Beitrag wurde am 8.12.2011 um 19.14 Uhr veröffentlicht.
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| Alice schrieb am 09.12.2011 13:41: Ich empfehle ein UK-Abo als Geschenk nicht nur zu Weihnachten. In der aktuellen Ausgabe gibt es das Bestellangebot für ein Jahres-Abonnement sogar mit zwei schönen Prämien zur Auswahl. Unter "Abo & Service" (s.rechts, einfach anklicken) gibt es weitere Geschenkmöglichkeiten. |
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