Entdeckung
Vuvuzela - die wahre Geschichte
Wer erinnert sich nicht an dieses trötenartige Blasinstrument, die Vuvuzela. Während der Fußball-WM in Südafrika kam sie massenhaften zum Einsatz. Die wenigsten Menschen hatten zuvor etwas von ihrer Existenz gehört. Plötzlich war das einfache Gebläse überall zu sehen und umso lauter zu hören. Millionenfach wurde es – dank chinesischer Geschäftstüchtigkeit – produziert und fand auf allen Kontinenten reißenden Absatz.
Der Vuvuzela wurde magische Wirkung nachgesagt: Kräftig getrötet, könne sie der eigenen Mannschaft zum Sieg verhelfen, hieß es. Die Südafrikaner glaubten ganz fest daran. Doch nach anfänglichem Erfolg, ließen die sagenumwobenen Kräfte spürbar nach. Zudem war der penetrante Klang einigen Medienleuten doch zu nervtötend. Der Schallpegel wurde in Radio- und Fernsehübertragungen heruntergeschraubt. Statt siegreichem Getöse kam aus den Lautsprechern nur ein leises Säuseln.
Das Instrument hatte dann noch einen großen Auftritt in einigen deutschen Posaunenchören: Ein Musikstück für Trompeten und Vuvuzelas wurde über Nacht populär und schaffte es sogar bis ins Lokalfernsehen. Mit dem Ende der WM verschwanden die Tuten wieder in ihren Tüten. War es das?
UK-Redakteur Harald Mallas überkam beim ersten Anblick dieses angeblich afrikanischen Blaswerkzeugs ein starker Verdacht: Es handelt sich hierbei mitnichten um ein Folterinstrument aus afrikanischen Kralen, um Gegner in die Flucht zu blasen. Es muss eine andere Herkunft haben. Gar eine höhere Heimat? Und es begann eine Recherche, dem wahren Ursprung der Vuvuzela auf der Spur.
Waren da nicht deutliche Anklänge an biblische Musikgeschichten? Unweigerlich drängt sich Jericho mit seinen Mauern ins Gedächtnis. Dort waren einst Mauern gefallen, - allein durch die Dauerbeschallung mit Blasinstrumenten. Haben die Israeliten nicht bei besonderen Gelegenheiten ins Horn (Shofar) gestoßen, etwa aus Freude über einen Sieg? Und kann man in den Visionen des Sehers Johannes (Offenbarung) nicht immer wieder von himmlischer Fanfarenmusik lesen, die Neues ankündigt? Die Hinweise auf die Existenz einer biblischen Ur-Vuvuzela verdichteten sich.
Jetzt fehlte nur noch das Bindeglied in die Gegenwart. Und dieser Beweis kann nun erbracht und in diesem Beitrag sogar mit einem Foto belegt werden: Das fanfarenartige Gebläse in exakt gleicher Bauart wie die Blastüten aus China, findet sich auf dem Dach des Kunstmuseums Albertina in der Wiener Altstadt. Eine schöne Frauenskulptur aus dem 16. Jahrhundert, engelgleich aber ohne Flügel, hält einen Nachbau der Ur-Vuvuzela ganz leicht in ihrer Hand – sozusagen jederzeit spielbereit.
Ein Instrument aus biblischen Zeiten, das auf geheimisvollem Weg auf einem Wiener Museumsdach landete, das ist die wahre Geschichte der ohrenbetäubenden Vuvuzela.
Ja und die letzte Station ist schnell erzählt. Ein musikalisch interessierter Chinese fotografierte die Vuvuzela zufällig bei einem Wienbesuch. Zurück in der Heimat hatte er die geniale Geschäftsidee für das Instrument. So wurde die Tröte in Hinterhofwerkstätten unter Umgehung aller Urheberrechte, von fleißigen Chinesenhänden kopiert und dann weltweit verkauft.
Das ist die wahre Geschichte der Vuvuzela. Und wer’s nicht glaubt, ist selber schuld.
Dieser Beitrag wurde am 9.12.2010 um 09.47 Uhr veröffentlicht.
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