Politisch korrekt?
Vom Winde verweht
Drei – zwei – eins – LOOOOOS!!!
Da fliegen sie, die bunten Luftballons. Rote, gelbe, grüne – auf und davon, in den blauen Himmel hinein. Ein tolles Bild!
Sie sind der Hit jedes Gemeindefestes, jeder Kindergartenfestes, jeder Spendenaktion. So einfach: ein Hunderterpack Luftballons, Schnur und Postkärtchen – und schon sind Große und Kleine eifrig dabei, ihre Wünsche, ihre Gebete oder auch einfach nur ihre Adresse aufzuschreiben, um sie in den Himmel zu entlassen. In der Hoffnung natürlich, dass sie irgendwo und irgendwann einen unbekannten Finder erreichen, der sich an ihnen erfreut und die Karte zurückschickt.
Super Fotomotiv. Riesenspaß. Wunderbar!
Aber hoppla: Da erreicht uns in der Redaktion eine E-Mail. „Luftballon-Aktionen schaden Tieren“, heißt es darin. Und weiter: Kaputte Luftballons werden gerne von Tieren gefressen – und das ist gar nicht gut für die Tiere.
Meeresschildkröten halten die ausgeblichene Kautschukhülle schon mal für eine Qualle und verschlucken sie. Auch in Walmägen hat man Luftballons gefunden – zum Teil waren sie sogar für den Tod der Tiere verantwortlich.
Schwäne, Wildschafe, Ziegen – sie alle kriegen den Ballonabfall zwischen die Zähne beziehungsweise in den Schnabel. Und die dünnen Schnüre, die in der Landschaft herumliegen, können für Vögel und andere kleine Tiere zur tödlichen Falle werden. Tierschutzorganisationen raten daher von Luftballonaktionen ab.
Ideologisch verbiesterte Spaßbremser? Politisch korrekte Besserwisser? Gönnen den Kindern jetzt noch nicht mal mehr den lustigen Luftballonstart? Naja ...
Sie macht doch nachdenklich, die Vorstellung, dass ein Tier für unser Vergnügen qualvoll sterben muss – finde ich. Also: Auch wenn es schade ist um die kribbelnde Spannung und den schönen Anblick – beim nächsten Sommerfest vielleicht ein anderes Highlight einplanen ...?
Anke von Legat
Dieser Beitrag wurde am 30.6.2010 um 09.20 Uhr veröffentlicht.
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| We-Ha schrieb am 01.07.2010 06:47: Es mag ja bedrückend erscheinen, dass solche Spassaktionen Tieren den Tod bereiten (können). Aaaaber ... gibt es für die Tiere da nicht manigfaltig Probleme ganz anderer Art ? |
| Matthäus53 schrieb am 04.07.2010 15:52: Bevor sich Tier-oder Umweltschützer mit kirchlichen Grußballon kritisch auseinandersetzen, sollten Sie sich eher bei der UNO über die Verschmutzung der Weltmeere und die hierdurch bewußte Tötung von Tieren und der Flora einsetzen, die bei der Erdölkatastrophe im Golf von Mexico passiert ! Außerdem sollten sie sich Umwelt-und Tierschützer bis hin zu unseren Kirchen dafür einsetzen, dass nur noch Techniken im Meer oder in Naturschutzgebieten eingesetzt werden, die von einer ART UNO Umwelt TÜV genehmigt wurden ! |
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