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Vergackeiert

Bio oder nicht - ist mir doch egal! Ich geh jetzt zur Welteitag-Fete! Foto: Garry Adam

Bio oder nicht - ist mir doch egal! Ich geh jetzt zur Welteitag-Fete! Foto: Garry Adam

Hätten Sie’s gewusst? Heute ist der WeltEItag! Da brat mir doch einer nen Storch – oder, dem Anlass angemessen, besser ein Spiegelei?

Wahlweise auch Omletts oder Pfannekuchen, Tortillas oder Rührei – mmmh, lecker! Nur bio sollte das Ei sein. Denn das Gewissen isst mit.

Nun habe ich gestern in der ARD-Sendung „Panorama“ einen aufklärerischen Beitrag darüber gesehen, dass Bio-Eier gar nicht so bio sind, wie sie immer tun. Dass man vielmehr als Verbraucher von der Bio-Branche – Verzeihung – vergackeiert werde.

Weil die Bio-Eier nämlich von Hühnern gelegt werden, die in viel zu großen Gruppen leben müssen: Mehrere Tausend seien das oft, klagte ein Anhänger der artgerechten Haltung. Seine Überzeugung: Bei 500 ist Schluss. Mehr sei für das einzelne Huhn nicht überschaubar.


Ohne Hahn im Riesen-Korb?

Uih, dachte ich. 500 Artgenossen – so viele kann so ein sprichwörtlich dummes Huhn überblicken? Und ich hatte immer gedacht, dass Hühner ursprünglich in kleinen Gruppen von einem Hahn und fünf bis zehn Hennen leben – heute noch beobachtet bei einer Fasanenfamilie, die sich hinter unserem Haus tummelte. Tja, so verschieben sich die Perspektiven ...

Was also ist zu tun? Die Höfe verkleinern, um die Hühner glücklich zu machen? Das würde allerdings zu gewaltigen Eier-Lieferschwierigkeiten führen. Das Tierglück einfach ignorieren, nach dem Motto: „Die leben ja überhaupt nur, damit ich meine Eier kriege“? Oder ganz auf Eier verzichten?

Eine einfache Lösung, sozusagen das Ei des Kolumbus, ist da wohl noch nicht gefunden. Aber vielleicht kommt ja jemand noch drauf – zum Beispiel bei einem Gläschen Eierlikör...?

leg

Dieser Beitrag wurde am 9.10.2009 um 13.59 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
We-Ha schrieb am 09.10.2009 18:14:

Es ist nun mal, wie es ist: Zum "Wohle" des Menschen müßen Tiere leiden ...

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