Flurgespräche
Handgestrickt

Stricken bringt Farbe ins Leben. Und es macht glücklich - finden zumindest die UK-Redakteurinnen! Foto: sulamith
Die Fenster im 4. Stock links sind mit Regentropfen gesprenkelt. Verschwommen dahinter: die Häuser, die Bäume, der Wald ... alles grau in grau.
Da ist er nun doch angekommen, der trübe November. Pünktlich zum 1. Dezember.
Konsequenzen daraus sind fröstelnde Redakteurinnen, eine sprunghaft gestiegene Teekoch-Rate und sehnsüchtige Gedanken an heiße Suppe in der Mittagspause. Außerdem dreht sich der Austausch von Büro zu Büro um warme Träume von gemütlichen Sofas, brennenden Kerzen und einem spannenden Buch.
Alternativ: ein Strickzeug in der Hand. Am besten mit schöner bunter Sockenwolle.
Denn auch das haben die Bürogespräche ergeben: Die Liebe zu handgestrickten Socken ist – zumindest bei den weiblichen Mitgliedern der UK-Redaktion – groß.
Die eine trägt sie gern in schicken Winterstiefeln (O-Ton einer pikierten Schuhverkäuferin: „Darin können Sie doch keine Wollsocken anziehen!“), die andere schwört auf sie als perfektes Weihnachtsgeschenk. Und die dritte kommt mit einem Zufallskauf herrlicher dicker Sockenwolle aus der Mittagspause und zeigt ihre Beute glücklich den Kolleginnen.
Da wird dann plötzlich gefachsimpelt über Garnfarben, Nadelstärken und Trageeigenschaften.
Die männlichen Kollegen verziehen sich unauffällig in ihre Büros.
Die Frauen aber sind sich einig: Stricken entspannt, fördert die Kreativität (und die Intelligenz – das ist wissenschaftlich nachgewiesen!) und macht einfach glücklich.
Eine halbe Stunde Stricken im Rahmen der Arbeitszeit wäre also sicherlich eine gute Sache. Für den Arbeitgeber, denn er bekommt ausgeglichene und kreative Mitarbeiterinnen. Und für die Redakteurinnen, die nach einer meditativen Strickpause voller Tatendrang und guter Ideen wieder an die Arbeit gehen.
Wir sollten diesen Vorschlag mal der Geschäftsleitung unterbreiten ...
Übrigens: Falls Sie schöne Sockenmuster kennen – für Vorschläge sind wir stets dankbar!
Ihre UK-Redakteurinnen
Anke von Legat
Dieser Beitrag wurde am 1.12.2011 um 11.14 Uhr veröffentlicht.
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