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Eine Liebeserklärung

<b>So sehen wahre Abenteurer aus:</b> Jim Knopf, Lukas und die Lok Emma. Fotos: Elmar Herr / Das Augsburger Puppentheatermuseum

So sehen wahre Abenteurer aus: Jim Knopf, Lukas und die Lok Emma. Fotos: Elmar Herr / Das Augsburger Puppentheatermuseum

So würde mancher 50-Jährige gern aussehen - kein Fältchen, kein graues Haar, immer ein strahlendes Lächeln auf dem Gesicht.

Das ist Jim Knopf wie er leibt und lebt. Und er hat Geburtstag! Fünf Jahrzehnte ist es her, dass er der Feder von Erfolgsautor Michael Ende entsprang. Das Erfolgsrezept der ewigen Schönheit? – eine gute Portion Spannung, eine handvoll sympathischer Figuren, gewürzt mit viel Humor. Alles gut mit dem Löffel der Kindheit verrühren und ofenfrisch servieren.

Weit entfernt von Gehhilfen und Anti-Falten-Cremes nimmt Michael Endes »Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer« seine jungen und junggebliebenen Leser seit nun 50 Jahren mit auf die Insel Lummerland. Von hieraus stürzen sie sich mit Jim Knopf, Lukas und- nicht zu vergessen- der Lokomotive Emma in die wildesten Abenteuer.

Ob Scheinriesen, Piratenbanden, Halbdrachen oder entführte Prinzessinnen- es gibt nichts Wichtiges, Wesentliches, was uns Jim nicht bieten könnte.

Keine Kindheit ohne Jim Knopf! Der kleine Waisenjunge aus dem fälschlich abgegebenen Postpaket hat es so manchem angetan. Die Lokomotivenbranche boomte. Welcher kleine Junge träumte nicht von einer eigenen Emma?

Und auch heute noch trifft man den Nagel auf den K(n)opf, wenn man die Sprache auf Jim und seine Abenteuer bringt. Auf jeder noch so angesagten Party kann man mit Kenntnissen über die Wilde 13, den Scheinriesen Herr Tur Tur oder den Halbdrachen Nepomuk glänzen! Strahlende Augen garantiert!

Während die erste Generation der Leser heute schon über einige Wehwehchen klagt, bleibt Jim Knopf frisch wie eh und je. Vielleicht muss man schon bald den Kindern im Zeitalter der E-Mails die Bedeutung eines Postpakets, in dem Jim irrtümlicherweise auf die Insel kommt, erklären, vielleicht lösen schon bald ultramoderne Computeranimationen diese „Helden an Fäden“ ab, doch Jim Knopf wird immer wieder zum Träumen anregen.

Von Gebrauchspuren und Altersschwäche keine Spur.

Alles Gute, lieber Jim!


Artikel wurde geschrieben von Miriam von Brachel


Jim, Lukas, Emma und dahinter der Scheinriese Turtur.

Jim, Lukas, Emma und dahinter der Scheinriese Turtur.


Frau Waas in ihrem Laden.

Frau Waas in ihrem Laden.


Jim Knopf und die Wilde 13, eine Piratenbande.

Jim Knopf und die Wilde 13, eine Piratenbande.


Frau Waas und König Alfons der Viertelvorzwölfte (auf so einen Namen muss man erst mal kommen ...

Frau Waas und König Alfons der Viertelvorzwölfte (auf so einen Namen muss man erst mal kommen ...


Die Fotos sind zur einmaligen Verwendung für eine Online-Ausgabe der Evangelischen Zeitung UK zur Verfügung gestellt worden. Fotoautor: Elmar Herr

Dieser Beitrag wurde am 10.8.2010 um 13.43 Uhr veröffentlicht.

Jim Knopf als TV-Star

Am 9. August 1960 brach Jim Knopf zu seinem Siegeszug um den Globus auf. Die Bücher »Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer« und »Jim Knopf und die Wilde 13« wurden in 33 Sprachen übersetzt und vier Millionen Mal verkauft. Autor war Michael Ende (»Momo«, »Die unendliche Geschichte«). Ein Jahr später nahm sich dann die Augsburger Puppenkiste in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk des kleinen Abenteurers an: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (5 Folgen; Produktion: 1961, DVD-Veröffentlichung: 2006); Jim Knopf und die Wilde 13 (5 Folgen; Produktion: 1962, DVD-Veröffentlichung: 2006)

Hinweis:
»die Kiste« - Das Augsburger Puppentheatermuseum
Leitung: Oliver Seitz
Spitalgasse 15
D-86150 Augsburg
Telefon: +49 (0)821 45 03 45 - 30
Telefax: +49 (0)821 45 03 45 - 33
Internet: Augsburger Puppenkiste
E-Mail: info@diekiste.net
Heimat von Jim Knopf, Urmel & Co.
Dauer- und Sonderausstellung täglich, außer montags, von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr zu besichtigen.

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