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Eine echte Herausforderung

<b>Hat es in sich: </b> Der Kanon von Pachelbel, da schlägt das Herz des Organisten höher - oder seine Knie schlottern. Grafik: gmh

Hat es in sich: Der Kanon von Pachelbel, da schlägt das Herz des Organisten höher - oder seine Knie schlottern. Grafik: gmh

»Was macht Ihr eigentlich so in einer Zeitungsredaktion?« Das werden wir immer wieder gefragt.

Und deshalb habe wir auch immer wieder junge Leute zum Praktikum im Haus, die sich für ein paar Wochen die Redaktion anschauen und lernen, was bei UK geschieht. Eine von ihnen war jetzt kürzlich Ann-Cathrine Friesen. Die 16-jährige Schülerin hat sich umgeschaut. Unter anderem hat sie mit Elke Stricker gesprochen, die bei UK für Bildrecherche und Bildbearbeitung zuständig ist. Was Ann-Cathrine besonders fasziniert hat: Elke spielt Orgel (natürlich in ihrer Freizeit).


Elke, wie lange spielst du schon Orgel?
Ich habe 1978 angefangen, also fast 33 Jahre.

Wie bist du darauf gekommen Orgel zu spielen?
Ich spiele seit meinem achten Lebensjahr Klavier. In der Nähe unseres Dorfes gab es einen kleinen Kurort. Dort wurde dringend jemand gesucht, der Orgel spielen konnte. Da hat mich der Pastor gefragt, ob ich das übernehmen möchte.

In welcher Kirche spielst du?
Heute spiele ich nur noch als Vertretung in Bad Driburg und den dazugehörigen Predigtstätten.

Spielst du noch andere Instrumente?
Außer Klavier und Orgel ein bisschen Blockflöte.

Darfst du dir aussuchen was du spielst? Spielst du in der Kirche eher traditionellere Lieder oder auch modernere?
Ich spiele, was der Pastor mir vorgibt. Es ist oft unterschiedlich.

Spielst du eher langsam oder schnell?
Ich spiele lieber schnell. Meistens ist es zum Glück so, dass der Organist das Tempo vorgibt, so kann ich auch bei Liedern, die normalerweise richtig langsam sind, etwas schneller spielen.
Bei Beerdigungen spiele ich natürlich langsamer. Das Lied »Stille Nacht, heilige Nach« ist das einzige Lied, bei dem ich richtig langsam spielen muss, weil die Gemeinde das so liebt.

Spielst du jeden Sonntag?
Wie gesagt, ich spiele ich als Vertretung. Früher habe ich jeden Sonntag gespielt.

Spielst du auch mal auf Festen oder ähnliches?
Nein, eigentlich nicht. Nur an Ostern muss ich an einem Vormittag in drei Gottesdiensten spielen. Die Osternacht besuche ich dann freiwillig und komme so auf vier Gottesdienste. Früher habe ich mit ein paar Freunden Hochzeitsgottesdienste musikalisch gestaltet. Wir haben dort gespielt, was das Brautpaar sich wünschte. Aber meistens modernere Lieder. Von Phil Collins bis Whitney Houston.

Hast du ein Lieblingslied oder ein Lied, was du gar nicht magst?
Meine Lieblingslieder, die ich gerne spiele, sind unter anderem »Die güldne Sonne« und »Geh aus mein Herz«. Das Lied, das ich gar nicht mag ist »Wir pflügen und wir streuen den Samen das Land«. Dieses Lied konnte ich von Anfang an nicht. Gut, dass es nur an Erntedankfest gesungen wird.

Spielst du auf einer kleineren oder eher größeren Orgel?
Ich spiele auf einer ziemlich großen Orgel. Die Orgel stand früher wie fast in jeder Kirche auf der Empore. Heute steht sie im Altarraum. Ich finde dies sehr schön, da ich so mehr Kontakt zu der Gemeinde haben kann.

Wie alt ist die Orgel?
Die Orgel ist relativ jung. Etwa 20 Jahre alt.

Welches Lied wolltest du immer schon mal spielen können?
Den Kanon von Pachelbel. Es ist ein sehr schöner Kanon. Der ist eine echte Herausforderung.


Die Fragen stellte Ann-Cathrin Friesen.

Dieser Beitrag wurde am 15.4.2011 um 11.16 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
Schallblech schrieb am 15.04.2011 15:38:

As-dur soll für Organisten ja so sein wie A-dur für Posaunenchöre. Am besten tauscht man da ;)

Daß Posaunenchöre angeblich so ungern auf Friedhöfen spielen, weils da zu viele Kreuze gibt, ist aber ein Gerücht!

Glybyrne schrieb am 18.04.2011 11:41:

grinzzz ... hab ein bisschen gebraucht bis ichs verstanden hab ...

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