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Die Vuvuzela. Schon jetzt das Instrument der WM. Foto: Kaarsten

Die Vuvuzela. Schon jetzt das Instrument der WM. Foto: Kaarsten

Nun sieht man sie wieder. Autos mit Fahnen an den Fenstern. Obwohl es ja eigentlich erst am Freitag losgeht. Testen sie die Aerodynamik?

Ich weiß es nicht. Und für die, die sich kein bisschen für Sport interessieren: Ich meine die Fußball-WM in Südafrika, die langsam in Greifnähe - oder besser Sehnähe - rückt.

Doch für mich ist die Entdeckung der WM die Vuvuzela. Wenn Sie in den nächsten Wochen Geräusche hören, die verdächtig an Almabtrieb erinnern: Das ist eine Vuvuzela. Wir Westfalen würden sagen: eine Tröte.

Aber von der Geräuschentwicklung her muss es wohl der Rolls Royce unter den Tröten sein.

Doch die Verwendungsmöglichkeiten dieses »Instrumentes« gehen vielleicht über den Einsatz in einer WM hinaus. Gestern las ich nämlich in der Zeitung, dass der Fanfarenverein einer Kleinstadt Kurse in Vuvuzela-Blasen anbietet. Es sei eine Art Frühform der Fanfare und man kann dieser »Tröte« wohl tatsächlich Geräusche entlocken, die über »kalbende Kuh« hinausgehen.

Wenn das Schule macht, wer weiß: Vielleicht entdecken nach der WM Posaunenchöre ein ganz neues Klangefühl und die Vuvuzela hält ungeahnten Einzug in »urdeutsches« Musizieren.

Wenn das so ist, halten Sie, verehrte Bläserinnen und Bläser, uns hier bei UK auf dem Laufenden. Für so etwas ist immer Platz.

str

Dieser Beitrag wurde am 8.6.2010 um 09.42 Uhr veröffentlicht.

Kommentare lesen
Schallblech schrieb am 09.06.2010 09:00:

"Lobe den Herren" auf einer Vuvuzi? Das stellt dann doch ziemlich hohe Ansprüche selbst an erfahrene Erste-Stimme-Trompeter. Aufgrund der fehlenden Ventile wäre Melodiespielen erst ab dem - ääh ungefähr - 6. oder 7. Oberton möglich. Die Klangfarbe dürfte dann, falls die Frequenz überhaupt erreichbar sein sollte, dem Geschrei von kleineren südamerikanischen Affenarten ähneln. Ich weiß nicht, was die Gemeinde von "str" für Ansprüche stellt. Meine würde uns vermutlich rauswerfen.

We-Ha schrieb am 09.06.2010 10:39:

Noch schlimmer aber ist es,
wenn man in der Nachbarschaft welche hat, die der 'Uwe Seeler' nicht mal ordentliche Töne entlocken können.
Dann hört sich das nicht mal nach kalbender Kuh, sondern nach 'ner etwas höher liegenden Körperöffnung besagter Kuh an ... mit viiiiiiel Wind/Sturm-Geräuschen dazwischen.

Uwe Rottkamp schrieb am 09.06.2010 11:58:

Wir nehmen die Herausforderung mit unserem Posaunenchor an! Ich habe mir eben mal so ein Ding aus dem Ein-Euro-Laden geholt. Erstaunlich: Das Ding, das technisch ja eine Trompete mit Bass-Mundstück ist, produziert ein ziemlich exaktes "b". Am Sonntag vor dem deutschen Spiel (mit Public Viewing, Bier und Bratwurst) werden wir ein "WM-Vuvuzela-Blasen für Anfänger und Fortgeschrittene" gemeinsam mit dem "richtigen" Blech anbieten. Ich werde berichten 8-))

Glybyrne schrieb am 10.06.2010 12:05:

ich mag ja die handklatscher viel lieber und die ratschen sind auch nicht schlecht

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